Die Geburtstagsfeier

Am 22.08.2014 fand im Vereinsheim der Empfang anlässlich des 90. Geburtstags des ETSV Hamburg statt. Hier eine kleine Zusammenfassung.

ETSV-LogoDer 90.ste Geburtstag – Diner for …

Ca. 50 Personen ergötzten sich an den vom Billwerder Partyservice Jens Ahrenbeck zur Verfügung gestellten Häppchen. Das hatten sich die Gäste des Jubiläumsempfangs des ETSV Hamburg auch redlich verdient, hörten sie doch in der vorherigen Feierstunde den zahlreichen Redner aufmerksam, aber auch kritisch zu.

Rolf Hartung

Rolf Hartung

Claus Lüdemann

Claus Lüdemann

In Abwesenheit des erkrankten 1. Vorsitzenden Rolf Gerdau moderierte der 1. Kassenwart Claus Lüdemann die Veranstaltung und der 2. Vorsitzende Rolf Hartung eröffnete den Abend mit einem kurzen Abriss der ETSV Geschichte seit der „Umsiedlung“ von Moorfleet nach Billwerder im Jahr 1972.

Damit begann die Wandlung von einem erfolgreichen „Großverein“ mit zahlreichen  (Bogenschießen, Boxen, Angeln, Tischtennis u.v.m) zu einem „kleinen Dorfverein“ mit gerade mal 400 Mitgliedern in 2 Abteilungen – Damengymnastik und Fußball. Fehlten vielen Abteilungen in Billwerder die räumlichen Voraussetzungen, so löste sich zuletzt im Jahre 2008 die Angelabteilung auf, da sich kein ehrenamtlicher Vorstand mehr fand. Bereits in den 1990`er Jahren übernahm der Vereinsvorstand die Geschäfte der Fußballabteilung, da sich auch hier kein Vorstand mehr zur Verfügung stellte.

Vor diesem Hintergrund sollte der Empfang auch die aktuellen ehrenamtlichen Trainer und Helfer im ETSV entsprechend würdigen.

Zu diesem Thema stellte der Bergedorfer SPD Bürgerschaftsabgeordnete und langjähriges ETSV Mitglied Gert Kekstadt das Förderprogramm des Senats zum Ehrenamt vor. Im Anschluss berichtete der Sportpolitische Sprecher der CDU Fraktion in der Bergedorfer Bezirksversammlung Jürgen v. Witte seine „Anfrage“ in der Bezirksversammlung zum Turnhallenbau in Billwerder vor. Mit Entrüstung nahmen besonders die anwesenden Billwerderaner die Botschaft auf, dass anstelle der 2013 abgebrannten Schulturnhalle nun eine wesentlich kleinere Gymnastikhalle auf dem Schulgelände gebaut werden soll, die zahlreiche Ballsportarten nicht mehr zulassen wird. Am Standort der alten Halle sollen nun Wohnungen entstehen.

Im Anschluss würdigte der Vertreter des Hamburger Fußballverbandes – Christian Okun – die hervorragende Jugendarbeit im ETSV, besonders in Konkurrenz zu den umliegenden Großvereinen mit z.T. hauptamtlichen Strukturen.

Der ETSV ist einer von 180 Hamburger Vereinen (von über 400) der satzungsgemäß eine eigene Jugendabteilung verankert hat.

Als nächster ergriff der ETSV Jugendkoordinator Christian Dwenger das Wort und stellte die außerordentlichen Erfolge der Jugendabteilung im Bereich der Integration heraus. Über 20 Nationalitäten sind mittlerweile im ETSV in einem friedlichen Nebeneinander vertreten. Die „heile Eisenbahnerwelt“ wird jedoch durch die Tatsache getrübt, dass die Sportanlage am Mittleren Landweg mit den Baseballern der TSG Bergedorf geteilt werden muss. Sind die Einschränkungen im Spielbetrieb durch diese Platzintensive Sportart schon erheblich, so besteht beim gemeinsamen Training auch eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der jungen Fußballer. Verwaltung und Politik sind seit geraumer Zeit darüber informiert, finden aber keine Konzepte zur Lösung des Problems.

Spontan ergreift der Bergedorfer SPD Bürgerschaftsabgeordnete Ali Simsek das Wort und kündigt eine Gesprächsinitiative mit allen Beteiligten an, die zügig Abhilfe schaffen soll.

Der Leiter des Bergedorfer Fachamtes für Sozialraummanagement Sven Dahlgaard nimmt zu den vermeintlichen Kritikpunkten Stellung. Das Bezirksamt tue sehr viel für die Plätze am Mittleren Landweg. So wurden seit November der Grandplatz, der große Rasenplatz und aktuell auch der hintere kleine Rasen regeneriert. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass bei guten –insbesondere Grandplätzen- kaum Aussicht auf den ersehnten Bau eines Kunstrasenplatzes besteht.

Die „Umsiedlung“ der Baseballer im Bezirk Bergedorf ist ob des großen Raumbedarfes äußerst schwierig und scheitert mitunter auch an der Bereitschaft der TSG Bergedorf.

Der ETSV bedankt sich bei den bereits genannten Gästen und besonders bei

Frau Ina Maria Schertel von der Billwerder Dorgemeinschaft,

Herrn Kallie Tudrung vom KLGV 602,

Herrn Horst Rettiek vom Billwärder Turnverein

und bei Herrn Bruno Lehmann von Milan e.V.

die der Einladung ihres Nachbarvereins gefolgt waren und natürlich allen ehrenamtlichen Helfern, die den ETSV mit viel Herzblut nach vorne bringen wollen.

Bis zum Hundertsten!

Eine PDF-Datei zum Downloaden gibt es hier :  Zusammenfassung

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