Neubau Sportanlage

18. Juli 2018

17. Juli 2018

Bergedorfer Zeitung

Billwerder. Gelände am Mittleren Landweg wird für 3,75 Millionen Euro neu gestaltet – Verein verzeichnet steigende Mitgliederzahlen.

Billwerder. Der Eisenbahner Turn- und Sportverein (ETSV) Hamburg hat viele Mitglieder verloren: Waren es vor drei Jahren noch 400, sind es heute nur noch die Hälfte. Doch die Talsohle scheint durchschritten, die Zahl der Mitglieder wächst wieder, berichtet der zweite Vorsitzende André Humbert (50). Ursache dafür dürfte auch die „neue“ Sportanlage sein, die am Mittleren Landweg entsteht.

Dort, wo jahrzehntelang kein Geld investiert wurde, sind seit Jahresbeginn die auf Sportplatzbau spezialisierten Arbeiter der Firma Brauckmann aus Billwerder beschäftigt. Für 3,75 Millionen Euro wird die marode Anlage umgebaut – inklusive neuem Kunstrasenplatz und Sporthalle. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Dr. Sebastian Kloth, Sprecher des Bergedorfer Bezirksamtes.

„Bergedorfs modernste Sportanlage“

Noch in diesem Jahr soll die neue Anlage eingeweiht werden. Finanziert wird sie aus verschiedenen Töpfen (Active City, RISE, Integrationsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft). „Das ist wie ein Sechser im Lotto“, sagt Humbert, der sich auf „Bergedorfs modernste Sportanlage“ freut.

Die alten Lagerräume für Sportgeräte wurden abgerissen, um der erweiterten Einfeldhalle Platz zu machen. Allein der Bau der neuen Halle mit herunterfahrbarer Trennwand kostet 2,6 Millionen Euro. Der alte Grand wird durch ein Kunstrasenspielfeld ersetzt und leicht erhöht, damit er nicht wieder so häufig unter Wasser steht. Rings um den Kunstrasenplatz soll ein gepflasterter Weg angelegt werden. Der Naturrasen und das daneben liegende Baseballfeld, das von der TSG Bergedorf genutzt wird, bleiben weitgehend unverändert.

Auch Beachvolleyball und Streetball

Südlich des Kunstrasenplatzes entsteht eine Weitsprunganlage. Die Sportler werden über Kunstrasen laufen, bevor sie in die Sandgrube springen. Inzwischen ist auch klar, was westlich der neuen Halle entstehen soll: Felder für Beachvolleyball (und Beachsoccer), Streetball (kleiner Basketballcourt) und Calisthenics (Outdoor-Fitness).

Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Basketballer auf Beton spielen und die Fitnessfreunde auf Sand turnen. Die ETSV-Aktiven wünschen sich dort jedoch einen Gummiboden. „Der würde insgesamt etwa 70 000 Euro kosten“, sagt Mirco Meizel (42), Sprecher des Vereins. Meizel und Humbert sind zuversichtlich, dass dafür zusätzliche Mittel aus weiteren Töpfen zur Verfügung gestellt werden: „Wir stehen in Kontakt mit dem SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Gert Kekstadt“, sagt Humbert, der davon ausgeht, dass die zusätzlichen Mittel bei der Bürgerschaftssitzung im August bewilligt werden.

Schule und Sportanlage verbunden

88 Fahrräder können in Bügeln parken, die neben der Sporthalle aufgestellt werden. Daneben sollen zwei Lagerräume für Sportmaterial und Geräte der Platzwarte entstehen. Die benachbarte Schule und die Sportanlage sollen über eine neue Zuwegung miteinander verbunden werden. Bisher gelangten die Kinder über den Mittleren Landweg zu den Sportplätzen. „Auch die Wege um die Bestandsgebäude, also Clubheim und Umkleideräume, und die Zuwegung vom Parkplatz aus werden neu angelegt“, sagt Meizel. „Die Umkleideräume werden von innen saniert.“

Damit der Verein das Hausrecht ausüben kann, wollen Bezirksamt und ETSV noch in diesem Jahr einen sogenannten Sportrahmenvertrag schließen. Bisher ist die Anlage keinem Verein zugeordnet. Dass so viel Geld investiert wird, liegt auch an der Flüchtlingssiedlung Am Gleisdreieck: „Ohne den Siedlungsbau wäre das so nicht entschieden worden“, sagte Bezirksamtsleiter Arne Dornquast bereits 2017. Der ETSV soll und möchte bei der Integration der Geflüchteten helfen. „Der ETSV war schon immer ein multikultureller Verein. Bei uns sind mindestens sechs verschiedene Nationen vertreten“, sagt Humbert.

Nun auch Boxen und Tanzen

Der ETSV bietet nun nicht mehr nur Fußball an, sondern auch Boxen für Kinder und Erwachsene und Tanzen für Kinder. Bis die neue Halle fertig ist, treffen sich die Sportler – darunter viele Bewohner aus dem Gleisdreieck – in der Turnhalle der Grundschule.

28. Juni 2018

8. Dezember 2017

Heute morgen um 7.30 Uhr war es endlich so weit.

Der erste Bagger rollte auf unsere Sportanlage und steuerte unaufhaltsam auf unseren alten Geräteschuppen zu. Kaum einer hätte gedacht dass in diesem Jahr noch Bewegung in den Neubau unserer Sportanlage kommt, doch nach dem auch die Bergedorfer Zeitung in den letzten Tage über unsere nicht zufrieden stellende Situation berichtete, kam die Sache bei den Behörden dann endlich ins rollen.  Jetzt soll in den nächsten Tagen noch die Sohle für die Halle ausgehoben werden…

 

7. Dezember 2017

Bergedorfer Zeitung

9. November 2017

Bergedorfer Zeitung